Josef Speth

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Kunst zum Anfassen

Plastiken von Kindern und Jugendlichen in Schneeberg

SCHNEEBERG. In wenigen Stunden haben knapp 20 Mädchen und Jungen in zwei Kunstnetz-Kursen unter der Leitung des engagierten Pädagogen und Künstlers Josef Speth Eisenskulpturen und Gartenplastiken produziert, die sich wirklich sehen lassen können. Mehr als 70 Besucher waren sich Samstagmittag ganz einig: Was sie in Schneeberg bei Josef Speth als Plastiken von Schülern und Jugendlichen zu sehen bekamen, war tatsächlich von verblüffend großer Qualität.
lm März arbeiteten die jungen Künstler zunächst aus Styropor phantasievolle Skulpturen heraus, die dann mit Hilfe des Gießereitechnikers Bernhard Pfeiffer in einem aufwändigen Verfahren im Formsand zu Eisenobjekten gegossen wurden.
In einer anschaulichen Diapräsentation zeigte Pfeiffer. wie der Weg von der Styroporform bis zum fertigen Eisenobjekt verlief, welche Bedeutung das Abstrahlen nach dem Guss hat und wie unterschiedlich die Oberfläche gestaltet werden kann.
Das Spektrum reichte von der glänzenden Oberflächen bis hin zu intensiver Roststruktur. Den jungen Künstlern war der Stolz über das Erreichte auch Monate später noch deutlich anzumerken. Nicht anders war das bei den farbenfrohen Gartenplastiken aus Keramik. Die Stelen bis zu 1,50 Meter Hohe waren Ende Mai entstanden und zieren längst viele Gärten in und um Schneeberg. Das Besondere an dieser Kunstnetz-Aktion: An beiden Kursen waren auch zahlreiche Mütter und Väter beteiligt und versuchten ihren Sprösslingen in Punkto Phantasie und handwerklichem Geschick das Wasser zu reichen.
Eingerahmt wurde die Ausstellung von Kunstnetz-Workshop-Arbeiten am Samstag von einem eindrucksvollen Querschnitt durch die Arbeiten Josef Speths. Dutzende von Objekten ließen die Besucher den Weg des Künstlers hin zu immer stärkerer Abstraktion. zu immer intensiverer Konzentration auf das Wesentliche nachvollziehen. Eine Fotoausstellung zeigte Objekte. die in der näheren und weiteren Umgebung von Schneeberg von der Kreativität Speths zeugen: Die Plastiken vor dem Gemeinschaftshaus und die Skulpturen auf dem Augustinus-Weg bei Messelhausen sind nur zwei Beispiele von vielen.


 

Heinz Linduschka   [Quelle: Bote vom Untermain, 10. Oktober 2007]

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