Josef Speth

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Der Mensch im Mittelpunkt

Walter Rosam und Josef Speth stellen in Hobbach aus

Kreis Miltenberg.  Im Rahmen des Kulturherbstes zeigt Walter Rosam in seiner »Produzentengalerie« in Hobbach vom 25. September bis zum 23. Oktober Plastiken von Josef Speth und eigene Gemälde.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 25. September, um 15 Uhr.
Die menschliche Figur steht im Mittelpunkt des Schaffens von Josef Speth. Der einzelne Mensch steht aber nicht isoliert, der Künstler bildet Gruppen und setzt Personen in Bezug zu einander. Der Betrachter ist beeindruckt durch den spielerischen Umgang mit Formen und Material, die Freude des Bildhauers an seiner künstlerischen Arbeit wirkt ansteckend. Wie der Gastgeber engagiert sich der Pädagoge Speth seit vielen Jahren in der künstlerischen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Kunstnetzes, des Jugendkulturpreises und der Volkshochschule.


»Paar« heißt diese Plastik von Josef Speth, die der Künstler 2004 aus Keramik geschaffen hat.  

Die neuen Arbeiten von Walter Rosam lassen sich sowohl als ungegenständliche Kompositionen als auch als abstrahierte Landschaften lesen. Ausgehend von einer Bildidee reagiert er auf Zufälligkeiten, wie zum Beispiel herunter laufende Farbe oder Farbspritzer, die sich während des Malprozesses ergeben und integriert sie in seine Gemälde. Entstanden sind große, weite Räume, in denen der Betrachter spazieren gehen kann. red

                                      [Quelle: Bote vom Untermain, Freitag, 23. September 2005]

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Oft sogar eine Einheit
Walter Rosam und Josef Speth stellen in Hobbach aus

ESCHAU-HOBBACH. Eine spannende Gemeinschaftsausstellung im Rahmen des Kulturherbstes lockt bis zum 23.0ktober Kunstfreunde nach Hobbach ins Werksatelier und die Produzentengalerie Walter Rosam und Freunde. Bilder von Walter Rosam und Skulpturen von Josef Speth gibt es drinnen und draußen zu sehen.

Für beide Künstler ist es wichtig, dass die farbenfrohen Bilder sowie die Holz-, Stahl- und Keramikskulpturen nicht unverbunden und eher zufällig nebeneinander stehen, sondern in ihrer Größenbeziehung und in ihrer Farbigkeit korrelieren und oft sogar eine Einheit bilden.



Walter Rosam (links) und Josef Speth inmitten ihrer Kunstobjekte, die in Hobbach noch bis zum 23. Oktober zu sehen sind.

Gerhard Rüth hatte anlässlich der Ausstellungseröffnung großes Lob für beide Künstler übrig, verzichtete auf eine intensive künstlerische Würdigung der Werke und hob stattdessen die beiden Persönlichkeiten und ihre Leistungen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Eine »Seele von Mensch« sei Josef Speth, ein Mensch mit »Leidenschaft für die Kunst« und für die Vermittlung von Kunst bei Kindern und Jugendlichen. Walter Rosam gelte als »kulturelles Schwergewicht« im Landkreis und zeige auch ein großes soziales Engagement für Menschen am Rande der Gesellschaft.
Rüth ging auf die Leistungen beider Künstler im Rahmen von Projekten wie Kunstnetz und Jugendkulturpreis ein und stellte fest: Beide seien »Glücksfälle für die Kultur unseres Landkreises«. Kunst, so Ruth, sei gerade in unserer Zeit unverzichtbar. Sie bewahre den notwendigen Gemeinsinn, ermögliche Zukunft und fördere die Kreativität. Er zitierte lonesco: »Die Kunst ist unnütz«, um gleich hinzuzufügen: »Der Mensch kann auf das Unnütze nicht verzichten.«  

28 Bilder von Walter Rosam sind in der Galerie zu sehen und auch zu erwerben, Acryl und Buntstift auf Bütten, Mischtechniken auf Leinwand, allesamt Ausdruck von Lebensfreude, oft luftig und leicht, immer intensive Anregungen für die Phantasie des Betrachters. 43 Skulpturen von Josef Speth, aus Keramik, Paperclay und Steinzeug, auch Eisengussobjekte, eine ganz neue Entwicklung im Schaffen Speths, finden sich in Galerie und Garten. Alle Stücke kreisen um ein zentrales Thema: Den Menschen und die Begegnungen zwischen Menschen, die mit oft ganz einfachen, immer hochkonzentrierten Formen und Konstellationen gestaltet werden.

Wer die Ausstellung mehrfach besucht, kann vielleicht bei den drei Stelen »Begegnungen« aus Eisenguss eine Veränderung feststellen. Noch sind sie glatt und hell, doch bald werden sich die schlanken Figuren verändern, werden durch Rost ihre Wirkung verwandeln. 

Heinz Linduschka   [Quelle: Bote vom Untermain, Dienstag, 27. September 2005]

 

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